SPD Fraktion Eichenzell 

 

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Pressemitteilung 

 

Köhler: Ausnahmen sind möglich                                        

Eichenzeller SPD gibt beim Thema Sommerlad nicht auf

 

 

Die Eichenzeller SPD-Fraktion wird in einem Antrag zur nächsten Gemeindevertretersitzung erneut das Thema Sommerlad zur Sprache bringen. Fraktionschef Lutz Köhler:  „Bürgermeister Dieter Kolb soll beauftragt werden, die Vertreter der Regionalversammlung dazu zu bewegen, einer Ausnahmeregelung für das Sommerlad-Projekt zuzustimmen."  Eine endgültige Schließung des Betriebes und der damit verbundene Verlust von Arbeitsplätzen soll verhindert werden. Eichenzell ist Partner einer interkommunalen Kooperation mit Fulda, Künzell und Petersberg. Der ursprünglich vorgesehene Standort für den Sommerlad-Neubau liegt auf einem interkommunalen Gebiet. Im Antrag heißt es, dass Bürgermeister Kolb gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Petersberg, Künzell und Fulda tätig werden soll.

Köhler in der Begründung seines Antrages: „Als Grund für die Ablehnung seitens des Regierungspräsidiums wurde stets zutreffend eingewandt, dass kein Handel im Bereich der Autobahn und jenseits der Autobahn entstehen soll. Es können aber auch Ausnahmen von dieser Festsetzung zugelassen werden. Dies ist in Hessen an verschiedenen ähnlich gelagerten Örtlichkeiten schon geschehen." Die Entscheidungsträger der zuständigen Regionalversammlung - auch Landrat Bernd Woide - hätten hier aber nie eine Möglichkeit gesehen, diese Ausnahmen zuzulassen. Die Folge sei nun, dass Sommerlad zum 31. März 2017 seinen Geschäftsbetrieb einstellen werde. Köhler: „Das ist mit dem Verlust von 130 Arbeitsplätzen und daran hängenden Familienschicksalen verbunden." Entscheidungen könnten nicht immer unter dem Blickwinkel des Arbeitsplatzverlustes gesehen werden, doch sei er in diesem Fall politisch und wirtschaftlich von Bedeutung.

„Es mag sein, dass Frank Sommerlad unternehmerische Fehler begangen hat", sagt der Eichenzeller SPD-Fraktionschef, „dennoch sollte man den Blick auf die Ausnahmemöglichkeiten richten und versuchen eine Lösung zu erreichen, an der alle Gemeinden, die zur interkommunalen Zusammenarbeit gehören, ein Interesse haben. Das Unternehmen Sommerlad darf sich nicht aus der Region zurückziehen. Das soll den Entscheidungsträgern in der Regionalversammlung mit auf den Weg gegeben werden."